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Welche Weltanschauung passt zur Wissenschaft?

Atheismus als weltanschaulicher Ausgangspunkt der Wissenschaft?

Der Atheismus liefert im Gegensatz zu einer theistischen Weltsicht keine Hoffnung auf die Verstehbarkeit und Regelmäßigkeit der Welt. Als weltanschaulicher und theoretischer Ausgangspunkt für die Entstehung der Naturwissenschaft ist er ungeeignet.

Wenn eine atheistische Weltsicht der Wirklichkeit entspricht, dann sind unsere Sinne und unser Denken höchstens nützlich, allerhöchstens angepasst, und damit auch alle unsere Überzeugungen (die ihnen entstammen). Aber wir sind weit davon entfernt, einen Grund zu finden, warum diese Überzeugungen wahr sind und unsere Sinne verlässlich.

Mit anderen Worten, auch für atheistische Theorien selbst finden wir keine zuverlässige Begründung: irgendwann könnte genausogut irgendeine andere Theorie hilfreich und nützlich sein. Atheistische Letztbegründungen sägen den Ast ab, auf dem wir sitzen.

„Wenn mein eigener Verstand ein Produkt des Irrationalen ist – wenn das was mir als meine klarsten Gedanken erscheinen einfach nur die Art ist, auf die ein Wesen, das so beschaffen ist wie ich, eben fühlen muss – wie kann ich meinem Verstand trauen, wenn er mir etwas über die Evolution sagt? Letztlich wird gesagt: ‚Ich werde beweisen, dass das, was du Beweise nennst, lediglich das Ergebnis von mentalen Gewohnheiten ist, die der Vererbung entstammen, welche der Bio-Chemie entstammt, welche der Physik entstammt.‘ Aber das ist dasselbe wie zu sagen: ‚Ich werde beweisen, dass Beweise irrational sind‘ oder, auf den Punkt gebracht, ‚ich werde beiweisen, dass es keine Beweise gibt‘.“ C. S. Lewis, The Funeral of a great Myth, in Christian Reflections, Eerdmans, Grand Rapids, Michigan (1967 ed by Walter Hooper) 1995, 89)

Bereits Charles Darwin hegte diesen furchtbaren Zweifel:

„In mir steigt stets der furchtbare Zweifel auf, ob die Überzeugungen des menschlichen Verstandes, der sich aus dem Verstand der niederen Tiere entwickelt hat, von irgendwelchem Wert oder im Geringsten vertrauenswürdig sind.“ (Brief vom 3. Juli 1881, in: Francis Darwin, The Life and Letters of Charles Darwin, Including an Autobiographical Chapter, Band 1, 315; zit. n. Lennox 2011, 56)

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