Ein Netzwerk für Fragen und Antworten über den christlichen Glauben

Was ist "Begründeter Glaube"?

Gott will begründeten Glauben

Gott will begründeten Glauben. Christen werden daher ihr Gehirn nicht an der Garderobe abgeben!

Das ist ganz logisch: Dieser Gott der Bibel will eine Liebesbeziehung zu uns – mit Haut und Haaren, Herz und Hirn. Genauso ganzheitlich sollen wir Gott zurück lieben.

Jesus hat einmal gesagt:

„Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Verstand.“ (Lukasevangelium, Kapitel 10,27)

Die Bibel ist voll mit Geschichten, in denen Gott Zeichen seiner Zuverlässigkeit gibt. Gott will einen ganzheitlichen Menschen lieben, nicht einen intellektuell kastrierten. Ehrliche Skeptiker sind ihm lieber als linientreue Heuchler.

Durchdacht und diskussionsbereit

Daher ist es folgerichtig, dass die Bibel einerseits Aufforderungen an Gläubige zum Denken enthält. (Z.B. 1. Korintherbrief 14,20; 2.Timotheusbrief 2,7; 1. Petrusbrief 1,13; Römerbrief 12,2-3.)

Andererseits gehören Diskussionsbereitschaft und Argumentation aus demselben Grund zur Art, wie andere Menschen über diesen Glauben informiert werden.

Deswegen werden Gläubige aufgefordert, Gründe für ihren Glauben weiterzugeben und zu wissen, wie sie auf Fragen antworten sollen. (1 Petrusbrief 3,14-16; Kolosserbrief 4,6.)

Natürlich sollen sie das taktvoll, „mit Sanftmut und Gottesfurcht“ (1 Petrusbrief 3,16), freundlich, ansprechend und weise (Kolosserbrief 4,5-6) tun und dabei „eine fröhliche Gelassenheit“ (Kubsch/Schirrmacher, Apologetik, 208) an den Tag legen.

(Kubsch, Ron/Schirrmacher, Thomas, Apologetik: Den christlichen Glauben denkerisch bezeugen, in: Kubsch, Ron, Hg., Wahrheit und Liebe. Was wir von Francis Schaeffer für die Gegenwart lernen können (=Jahrbuch des Martin Bucer Seminars 6), Bonn (VKW) 2007, 181-212.)