Manche denken, christlicher Glaube und Wissenschaft lägen miteinander im Krieg. Der bekannte Biologe aus Oxford, Richard Dawkins, sieht „die Wissenschaft“ im Krieg mit dem christlichen Glauben: „Als Wissenschaftler bin ich fundamentalistischer Religion gegenüber feindlich eingestellt weil sie aktiv das wissenschaftliche Unterfangen untergräbt. Sie lehrt uns, unsere Überzeugungen nicht zu ändern, und nichts von den aufregenden Dinge zu wissen, die gewusst werden können. Sie verdirbt die Wissenschaft und verblödet.“ (Richard Dawkins, The God Delusion, 321) Er gehört zu dem kleinen Lager von Menschen, die denken, dass die Wissenschaft, vor allem die Naturwissenschaften, Gott begraben hat.

Eine spiegelbildliche Entsprechung zu dieser These sind Gläubige, die Glaube und Wissenschaft ebenfalls im Krieg liegen sehen, aber für die im Zweifelsfall der Glaube siegt und die Wissenschaft irrt.

Andere sehen Glaube und Wissenschaft als zwei unterschiedliche Zugangsweisen zu wichtigen Lebensfragen, die aber ihren je eigenen Erkenntnisbereich behandeln und sich nicht überschneiden.

Wieder andere denken, dass es zumindest partielle Überschneidungen von Glaube und Wissenschaft gibt.

Alle diese Positionen finden wir in den verschiedenen Weltanschauungen und bei verschiedenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.