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Was wissen wir ohne die Bibel über Jesus?

Tacitus über Jesus

Der römische Historiker Tacitus (55-120) interessierte sich nicht für die Christen. Erst im Zusammenhang mit dem Brand Roms unter Nero muss er auf die eingehen, denen Nero die Schuld in die Schuhe schob und die er darauf hin foltern und mit „äußerst ausgesuchten Strafen“ hinrichten ließ:

Aber nicht durch menschliche Hilfe, nicht durch reiche Spenden des Prinzeps oder Besänftigungen der Götter wich das Gerücht, daß der Brand für einen befohlenen gehalten wurde.  Daher schob Nero für die Beseitigung des Gerüchts Schuldige vor und verhängte äußerst ausgesuchte Strafen (über sie), die das Volk als wegen der Schandtaten verhaßte Chrestianer bezeichnete. Der Namensspender Christus war unter der Herrschaft des Tiberius durch den Prokurator Pontius Pilatus zum Tode verurteilt worden; und der für den Augenblick unterdrückte verderbenbringende Aberglaube brach wieder hervor, nicht nur in Judäa, dem Ursprung dieses Übels, sondern auch in der Stadt Rom, wo von überall her alles gräßliche und schändliche zusammenfließt und gefeiert wird.“ (Analen XV.44)

Man kann Tacitus keineswegs als dem Christentum gegenüber freundlich gesinnt bezeichnen.

Interessanterweise berichtet er davon, dass die Bewegung von Jesus („der verderbenbringende Aberglaube„) nach seinem Tod kurz ins Stocken geraten ist, dann aber weiter ging und sich sogar bis nach Rom ausbreitete.

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