Begründet Glauben

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Ist Jesus gut für uns?

Kunst und Kultur

Jesus, die Bibel und der christliche Glaube hatten und haben einen unglaublichen Einfluss auf Kunst, Musik oder Literatur und Alltagsleben.

Vieles an unsere Kultur ist ohne sie unlesbar und unverständlich. Wir heißen Peter oder Sarah, leben in einer Sieben-Tages-Woche, schätzen Bach und Michelangelo. Wir verstehen die Anspielungen bei U2 oder Nick Cave und wundern uns nicht, dass Hollywoodfilme ein Happy End haben.

Eine materialistische Erklärung dafür wäre, dass wir viele Dinge schön finden, weil wir eben von unserer Biologie geformt wurden. Schöne Menschen sind schön, weil sie sich gut für Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen eignen, schöne Landschaften sind schön, weil unsere Vorfahren darin Nahrung und Schutz fanden. Bis zu einer gewissen Grenze mag das stimmen, aber warum sollten dann Steine und Berggipfel und der Grand Canyon uns schön erscheinen?

Möglicherweise hat der Biologe Richard Dawkins Recht, dass auch eine andere Weltanschauung die Kunst derart inspiriert hätte. Er bedauert, dass wir niemals Beethovens Mesozoische Symphonie, Mozarts Oper Das expandierende Universum oder Haydens Oratorium über die Evolution hören werden. Deswegen zählt Bachs Mache Dich mein Herze rein aus der Matthäuspassion zu seinen Lieblingsstücken. (The God Delusion, 111)

Allerdings könnte es doch auch sein, dass das Evangelium Künstlerinnen und Künstler deswegen so inspiriert, weil es tief in ihnen einen natürlichen Resonanzraum gibt für den Spannungsbogen der Evangelien: Herrlichkeit in Niedrigkeit, Transzendenz und Entäußerung, kompromisslose Gerechtigkeit in Barmherzigkeit, Majestät in Schwachheit, ein löwengleiches Lamm und ein lammgleicher Löwe.

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