Jesus hat, an seine Nachfolger gerichtet, gesagt: „So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.“ (Matthäusevangelium 5,16).

Wer die Bibel ernstnimmt, wird von ihr aufgerufen, das Beste für die Stadt zu suchen, in der er oder sie wohnt (Jeremia 29,7), für Politiker zu beten (1. Timotheusbrief 2,1f.) und ganz allgemein Gutes zu tun (1. Petrusbrief 2,11f und 3,8f).

Jesus hat es so gesagt: „Ihr seid das Salz der Erde.“ (Matthäusevangelium, Kapitel 5, 13-16)

Jesus erwartet also von seinen Nachfolgerinnen und Nachfolgern, dass sie wie Salz wirken. Salz macht das Essen nicht nur interessanter, sondern macht Lebensmittel haltbar. Jesus erwartet, dass Christinnen und Christen ganz allgemein nicht nur die Gesellschaft interessanter und haltbarer machen, sondern auch noch sichtbar gut darauf einwirken.

Jesus selbst hat die Latte für seine Nachfolgerinnen und Nachfolger unglaublich hoch gelegt. Er sagte: „Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; segnet die, die euch verfluchen, und betet für alle, die euch schlecht behandeln.“ (Lukasevangelium, Kapitel 6,27-28). Und: „Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt“ (Matthäusevangelium 7,12).

Wer heute Jesus nachfolgt, ist daher zum Handeln aufgerufen. Vieles an der Geschichte der christlichen Revolution zeigt uns, wie sehr Menschen, die Jesus von ganzem Herzen nachfolgen wollen, in den Denkmustern ihrer eigenen Kultur verhaftet sind. Das sollte jede Nachfolgerin und jeden Nachfolger von Jesus dazu bringen, ihre und seine eigenen Vorstellungen immer wieder in Frage zu stellen. Hier zwei Beispiele:

  • Ein junger Mediziner schreibt auch noch nachdem ihn ein Korrektor darauf hingewiesen hat in seiner Dissertation: „Patient 2 war weiblich.“ Aber Jesus ist anders, Jesus nimmt Frauen als Frauen wahr und ernst. (z.B „Auch sie ist eine Tochter Abrahams.“)
  • Ein bekannter Werbespruch behauptet „Geiz ist geil.“ Aber Jesus ist anders, wenn Jesus jemanden zum Essen einlädt, dann gibt es mehr als genug (Markusevangelium 6,42-43). Wenn Jesus Wein macht, dann richtig guten (Johannesevangelium 2,10). Jesus würde wohl keine Waren kaufen, die unter unmenschlichen Bedingungen hergestellt wurden.

Wer heute Jesus nachfolgt, kann sich nicht auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen. Christen haben Krankenhäuser erfunden und die Sklaverei abgeschafft. Christen sind zum positiven Einsatz für die Gesellschaft aufgerufen: Heute gibt es wieder Sklaven, mehr und billiger als jemals zuvor, auch in Europa. Armut und Einsamkeit nehmen zu. Christen haben viele Gelegenheiten, ihren Glauben zum Wohl aller auszuleben (und sie tun es oft): Billiges Essen, Kleidung, Begegnung, Rechtsberatung, Sprachkurse, Sozialarbeit unter denen, die ganz unten sind.

Wenn die Sache mit Jesus stimmt, dann belebt und beseelt er seine Nachfolgerinnen und Nachfolger. Gerade in den alltäglichen Dingen kann sich zeigen, wie gut Jesus für uns ist: Familien mit Harmonie, Vergebung. Ehen, in denen nie ein Ehepartner voller Hass oder Groll schlafen gehen muss.

Arbeitsplätze, Schulen, Parlamente, die von der Achtung jedes Menschen geprägt sind. Nachbarn, die fähig zu Versöhnung sind, Bürger, die Verantwortung für unsere Welt und die Menschen übernehmen.

Das wäre gut für uns.