Welche Weltanschauung passt zur Wissenschaft?

Die Rolle der Reformation

Eine wichtige Rolle spielte nach Peter Harrison, Wissenschaftshistoriker der Universität Oxford, die Reformation und die daraus folgende Herangehensweise an die Texte der Bibel, die sich gegen eine symbolische Bedeutung wandte. Diese Herangehensweise wurde auch auf die Natur übertragen – die Vorstellung einer rein symbolischen Ordnung wurde abgelehnt, was eine empirische, „buchstäbliche“ Erforschung ermöglichte:

„Als im 16. und 17. Jahrhundert protestantische Reformer und zu einem gewissen Maß auch humanistische Gelehrte eine wörtliche Lektüre der Bibel annäherten, brach als unbeabsichte Nebeneffekt die symbolische Weltordnung zusammen, eine symbolische Lektüre der Welt und der Zusammenbruch dieser symbolischen Leseweise der Welt machte neue mathematische Lesarten der Natur möglich.“ (Peter Harrison)